Das Donauengtal ist als uraltes Kulturland bekannt. Bereits in der Steinzeit (5000 – 1800 v. Chr.) begann man mit einfachem Ackerbau und Viehhaltung.

Durch die Zuwanderung höher entwickelterer Volksgruppen, wie der Kelten, in der Bronze- und Eisenzeit (1800 – 15 v. Chr.) wurde Wissen um bessere Werkstoffe ins Donautal gebracht. Neuerungen waren auch die Differenzierung der Gesellschaft in Bauern, Handwerker, Hüttenleuten und Händler, als auch ein zentraleuropäisches Handelssystem. Besonders mit den Römern pflegten die Kelten freundschaftliche Handelsbeziehungen. Um 15. v. Chr., als die Römer ihre Herrschaft bis zur Donau vorschoben entstanden dort zwei Provinzen: Raetia secunda, was in etwa dem heute bayerischen Donauraum entspricht und Noricum ripense, als heute österreichischer Donauraum. Durch die Römer entwickelte sich die Donaustraße zur wichtigsten überregionalen Landverbindung, als auch zu einem zentralen Verkehrsweg. Auch wurde die Donau als Grenze zum nördlichen, „wilden“ Germanien herangezogen.

Als um 488. n. Chr. durch die Herrschaftsübernahme der Germanen eine Völkerwanderung ausgelöst wurde, folgten auch durch die nun ersten bayerischen Siedler zahlreiche Ortsgründungen. Trotz der neuen Herrschaftsordnung setzte sich die römische Lebensweise – auch in religiöser Hinsicht – durch.

Wirtschaftlich gesehen spielte die Landwirtschaft im Donauengtal nicht die Hauptrolle, da die nutzbaren Flächen dazu zu klein waren. So hingegen florierte, wie schon in den Zeitaltern zuvor, der Donauhandel. Auch gibt es Belege dafür, dass bis in die Neuzeit (15./16. Jh.) Weinbau betrieben wurde.

Im Frühen Mittelalter (800 – 900 n. Chr.) folgte der Anschluss der nun neuen Ostmark an das mächtige Frankenreich Karl des Großen. Zu dieser Zeit wurde auch die Macht Passaus durch die Schenkung neuer Territorien donauabwärts gestärkt.

Zur Zeit des Hoch- bis Spätmittelalters (900 – 1500 n. Chr.) zerfiel die karolingische Ostmark in Bayern und Österreich.

Der Nah- und Fernhandel konnte zu dieser Zeit, dank der Donau, als idealen Transportweg, noch weiter ausgedehnt werden.

Damals nutzte man die Waldungen des Donautals noch vielfältiger als heute, etwa als Brennholz, Baumaterial oder zur Schweinemast, was aber auch einen Rückgang der Waldfläche durch Übernutzung zur Folge hatte.

In der Neuzeit wurde die Landnutzung vermehrt auf Intensivierung ausgerichtet, welche von technischen Neuerungen (u.a. dampfbetriebener Maschinen),

und auch neuen Anbauversuchen begleitet wurde. Aber auch wurde die während des Mittelalters reduzierte Waldfläche v. a. wegen wirtschaftlicher Interessen wieder aufgeforstet.

 

 

Burgruine Neu Jochenstein
Burgruine Alt Jochenstein

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