Die Donau als Wasserstrasse

Zahlreiche Funde belegen, dass die Donau seit jeher eine europäische Hauptsiedlungsachse war. Die Wichtigkeit  der Donau als Verkehrsstraße änderte sich tief greifend erst im Zeitalter der Römer, da die Kastelle entlang der Donau nach einer Verbindung untereinander zur Aushilfe mit Mannschaften, Waffen, Lebensmitteln und Baumateralien verlangten. Damals wurden zusätzlich hauptsächlich Salz, Pferde, Rinder, Lebensmittel, Wachs und Sklaven verschifft, so etwa Salz aus Passau nach Regensburg und noch weiter. Im Unterschied zu heute mussten die Schiffe damals noch von Pferden und/oder Menschen gezogen werden.

Für Schiffsleute besonders gefährlich war das hochmittelalterliche Recht der „Grundruhr“, wonach Schiffe, die Grund berührten, den Grundherren verfielen. Diese bedeutete oftmals nicht nur den Verlust der Waren, sondern auch der Freiheit, da die Gestrandeten zu Leibeigenen gemacht wurden.

Während des 13. und 14. Jahrhunderts nahm der Verkehr auf der Donau ständig zu, neben den Weinschiffen - um 1400 wurden pro Jahr etwa 100 000 Hektoliter Wein durch Passau verfrachtet - traten in größerer Zahl Salzschiffe hinzu.

Neben den regelmäßigen Fernverkehr trat seit dem 18.Jhdt. der regelmäßige Nahverkehr, etwa nach Deggendorf ebenso mit Verbindungen wie Vilshofen mit Passau sowie Engelhartszell und darüber hinaus.

Im Jahre 1837 erschien das erste Dampfschiff in Passau. Erst mit Aufkommen der Dampfschiffe konnte die Donau unabhängig in beiden Richtungen befahren werden, wodurch auch der Schifflinienverkehr eine neue Dimension erfuhr.

Nur mit Hilfe von Staustufen konnte die Schifffahrt schließlich noch verbessert werden. Von 1952 bis 1955 etwa wurde die Staustufe Jochenstein errichtet.

Mittlerweile ist die Motorschifffahrt auf der Donau zum gewohnten Bild geworden.

 

 

Die Fischerei an der Donau

Der Fischfang galt lange Zeit als wichtiges Gewerbe vieler Passauer und Fisch gehörte zu den Hauptnahrungsmitteln. In Passau kamen z.B. Fischer von Innstadt, Vilshofen, Schärding und sogar aus dem Isarbereich zusammen, jedoch endete diese Ära mit dem Tod des Fischermeisters Hans Köck. Heute gibt es nur noch wenige Berufsfischer an der Donau, dagegen hat die Hobby-Fischerei in den letzten Jahrzehnten deutlich an Bedeutung gewonnen.

 

 

Schiffsmühlen an der Donau

Schiffmühlen, welche es schon seit der Römer-Zeit gab, waren eine Besonderheit Passaus. Die erste urkundliche Erwähnung einer Schiffmühle erfolgte im Jahre 1160, obwohl sie wahrscheinlich schon länger in Gebrauch waren. Die Mühlen lagen alle im Inn entlang des Innstadtufers und somit im Burgfrieden Passaus.

 

 

Fähren und Brücken – die Donau als Grenze

Anfänglich kam den Fähren, besondere Wichtigkeit zu, da Brücken noch rar waren. Es wurden damit Menschen, Tiere und Fahrzeuge übergesetzt. Mit Ausbau des Straßen- und Wegenetzes gewannen dann Brücken an Bedeutung. Die Strukturveränderungen zu Beginn des 20.Jhdts. und nach dem 2. Weltkrieg brachten schließlich den Niedergang der Fährwesens. Ein Zeuge dieser Zeit ist etwa noch die Fähre in Obernzell.

 

 

Freizeitnutzung an der Donau

Die Freizeitgesellschaft hat inzwischen auch die Donau für ihre Zwecke entdeckt und erschlossen, allerdings erst spät in den 80er und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Anfangs stand der Donauradweg zwischen Passau und Linz im deuschsprachigen Raum als meist frequentiertester fast alleine da. Auch die Schifffahrt für Ausflügler hat nun seinen festen Raum eingenommen. Überall haben sich inzwischen Sportboothäfen teilweise mit Wasserskinutzung angesiedelt. Für eine Natur schonende Nutzung ist ein gutes Netz an Wanderwegen etabliert . Im Jahr 2010 wird der Donausteig als Weitwanderweg von besonderer Anziehung eingerichtet.

 

 

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