Bienen
Bienen und Wespen haben für die Bestäubung und die Regulation von so genannten Schadinsekten eine wichtige funktionelle Bedeutung im Naturhaushalt.
Eine Untersuchung aus dem Inn- und Donautal wies 165 Bienenarten und 88 Wespenarten nach. Damit ist die Artenvielfalt dieser Tiergruppe auf Biotopen im Passauer Land im Vergleich mit anderen Regionen außerordentlich hoch. Dies hängt auch mit der hohen Vielfalt des Blütenangebots zusammen. Andererseits sichert die hohe Vielfalt der Wildbienen auch die Bestäubung einer hohen Anzahl verschiedener Pflanzen.
Außerdem wurde im Passauer Donautal eine große Anzahl sehr seltener Arten nachgewiesen.
Das Donautal ist als Tor für die Einwanderung vieler Tier- und Pflanzenarten aus dem Südosten bekannt. Auch in vorliegender Untersuchung können drei Hautflüglerarten als Einwanderer in jüngster Zeit festgemacht werden. Das bestätigt die hohe Bedeutung, die Flüsse für die Wanderung von Tier- und Pflanzenarten generell und besonders für Hymenopteren haben.
Ausgestorbene Goldwespe wiederentdeckt
Spektakulärer Fund im Haus am Strom
Ein spektakulärer Fund gelang für ein Bienenprojekt des Passauer Landschaftspflegeverbands im Haus am Strom: die indigofarbene Goldwespe (Chrysis indigotea) ist das letzte Mal 1934 bei Aschaffenburg am Main gefunden. Nun lag ein Exemplar des als ausgestorben geltenden Insekts tot hinter den Fensterscheiben des Haus am Strom, wo der Fachmann für Wildbienen, Ralf Braun, mit sicherem Gespür das Tier aufsammelte. Diese Goldwespe sucht besonnte Brombeerstängel, in die eine Lehmwespe (Gymnomerus laevipes) Käferlarven eingetragen hat. Wer also diese Goldwespe und andere seltene Wildbienen und Wespen unterstützen will, der lässt das ein oder andere Eck mit Brombeerstängeln stehen oder bastelt sogar Wildbienenhotels mit Brombeerstängeln. Außer den uns bekannten Wespen gibt es mehrere Tausend anderer Wespenarten. Wespen jagen die Larven von vielen Schadinsekten und gelten daher als Nützlinge für den Menschen




