Bevor der Mensch in den Flussverlauf der Donau z.B. durch Regulation von Schifffahrtswegen oder Kraftwerksbau eingegriffen hat, kamen hier sehr viele verschiedene Lebensräume vor: das langesam und schnell fließende Wasser, Kiesbänke, Altarme, umgestürzte Bäume, die das Wasser aufhielten und so fließberühigte Bereiche sorgten, Hochwasserfluten, die neues Material brachten und den ganzen Lebensraum umgestalteten. Der Fluss war zu beiden Seiten bestanden von Wald, der sogenannten Weich- und Hartholzaue.
Unterschiedliche Lebensräum bedeuten auch unterschiedliche Arten von Amphibien. Im Bereich der Donauaue kamen verschiedene Molcharten, Kröten, Frösche wie der Laubfrosch und eben auch die Gelbbauchunke vor.
Durch die Eingriffe des Menschen kommt es zum Aussterben von Arten, so gibt es z.B. keine aktuellen Nachweise mehr von Laubfröschen aus den Donauleiten und auch der Kammmoch und die Gelbbauchunke sind sehr selten geworden.
In Zusammenarbeit mit verschiedenen Behörden wie der Unteren Naturschutzbehörde und dem Wasserwirtschaftsamt sowie weiteren Akteuren sollen nun Flächen reaktiviert werden. Unter fachkundlicher Aufsicht sollen an den verschiedenen Bachläufen wieder Lebensräume entstehen, die insbesondere für Gelbbauchunken und Kammolche geeignet sind. Diese Biotope sollen untereinander vernetzt werden, damit sie von den Arten besiedelt werden können und so stabile Vorkommen gebildet werden können.
Weil die Lebensraumansprüche von Gelbbauchunke und Kammmolch so verschieden sind, profitieren auch andere Amphibienarten davon. Beispiele von den Profiteuren sind Erdkröten, Bergmolche oder auch Grasfrösche, die in den letzten 20 Jahren ebenfalls stark zurückgegangen sind.

Ursprünglicher Fluss
Erkrötenpaar