Donaukraftwerk Jochenstein (DKJ)

Die Donau ist mit nahezu 3000 km der längste Fluss Mitteleuropas. Nach der Vereinigung mit Inn und Ilz in Passau bildet sie auf einer Länge von rund 20 km die Staatsgrenze.

Aufgrund eines Regierungsabkommens zwischen Bundesrepublik Deutschland, Republik Österreich und Freistaat Bayern wurde 1952 die Donaukraftwerk Jochenstein AG (DKJ) gegründet und in den Jahren 1952 bis 1956 das Kraftwerk Jochenstein bei Donau-km 2203 errichtet.

Die Donau hat bis zu diesem Punkt ein Einzugsgebiet von 77.000 km, eine durchschnittliche Wasserführung von 1420 m³/s und eine bisher maximal festgestellte Wasserführung von 9200 m³/s (Hochwasser 1954). Bei einem Oberwasserspiegel von 290,00 m. ü.N.N. beträgt bei Mittelwasser die Fallhöhe 9 m.

Die DKJ ist eine Aktiengesellschaft nachdeutschem Recht mit einer Zweigniederlassung in Österreich. Die Aktionäre sind zu 50% die Österreichische Elektrizitätswirtschafts AG (Verbundgesellschaft), zu 49,5% die deutsche Rhein-Main-Donau AG und zu 0,5% die E.ON Energie AG.

Grenzkraftwerke (GKW)

Auf einer Länge von ca. 100 km von der Mündung der Salzach in den Inn bis nach Jochenstein/Engelhartszell sowie ein kurzes Stück im Bereich Kufstein/Kiefersfelden bilden Inn und Donau die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Österreich. Zur Betriebsführung der an dieser Grenzstrecke liegenden Kraftwerke wurde 1999 die Grenzkraftwerke GmbH (GKW) gegründet und führt den Betrieb der Kraftwerke der Donaukraftwerk Jochenstein AG und der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG (Kraftwerke am Inn).

Umweltschutz

Das Kraftwerk Jochenstein erzeugt aus der Energie des Wassers jährlich 850 Mio. KWh elektrischen Strom. Für die gleiche Strommenge müssten in einem kalorischen Kraftwerk 190.000 Tonnen Erdöl oder 280.000 Tonnen Kohle verfeuert werden, wobei unsere Luft mit 700.000 tonnen Kohlendioxid (Treibhausgab CO²) belastet werden würde.

Durch die Rechenreinigung bei den Turbineneinläufen wird die Donau jährlich von rund 2000 Tonnen Unrat und Treibzeug gereinigt. Das Rechengut wird sortiert und die gewonnenen Wertstoffe werden einer Nutzung zugeführt.

Die Betriebsgebäude und auch das Haus am Strom werden mit Abwärme aus der Turbinen- und Generatorkühlung beheizt.

Mehr zum Kraftwerk erfahren Sie hier:                                                  Laufkraftwerk Jochenstein