
Automatisierung ist ein vielgebrauchtes Schlagwort. Längst hat es auch in die Wissenschaft Einzug gehalten. Es gibt inzwischen Systeme, die Geräusche zuverlässig aufzeichnen können. Die Geräusche werden aufgezeichnet und auf ein Speichermedium abgespeichert. Dies können technische oder natürliche Geräusche sein, ein vorbeifahrendes Auto oder ein Wolfsgeheul.
Die Akkuleistung der Rekorder hält etwa eine Woche und hat einen Empfangsradius von ca. 25m. In diesem Bereich werden alle Geräusche aufgezeichnet. Das Gerät wird als Horchbox bezeichnet.
Dank KI ist es möglich, die Geräusche auf dem Speichermedium zu filtern. So gibt es bestimmte Klangmerkmale, die es möglich machen, die Geräusche bestimmten Vogelarten zuzuordnen, eine flötendene Tonabfolge einer Amsel oder ein schmetternder Gesag dem Zaunkönig. Somit können automatisiert alle Vögel festgestellt werden, die in einem bestimmten Zeitraum dort vorkommen. Somit muss der Beobachter nicht anwesend sein und es werden alle Vögel erfasst, egal zu welcher Zeit sie rufen. Auch schwer erfassbare Arten, weil sie leise oder zu ungewöhnlichen Zeiten oder selten ruften, werden erfasst.
Somit können auch seltene Arten erkannt und erfasst werden.
Dank der großzügigen Unterstütung der Audi Stiftung für Umwelt GmbH konnten für das Haus am Strom fünf Horchboxen angeschafft werden. Dadurch ist es möglich, z.B. Nachweise von seltenen Spechtarten, Waldschnepfe und bei sehr viel Glück auch Haselhuhn zu erhalten.
