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Die Heraushebung der sogenannten Böhmischen Masse begann vor 17-18 Millionen Jahren im Tertiär. Ende des Tertiäres, ungefähr vor 3 Millionen Jahren, fand die Donau ihr jetziges Bett und folgte einer tektonischen Störung, also einer Bruchkante. Während des Eiszeitalters, also dem Pleistozän, hob sich die Böhmische Masse wiederum und gleichzeitig konnte sich die Donau entlang der genannten Bruchkante stark eintiefen. So musste sie nicht außen um die südlichen Ausläufer des Bayerischen und des Sauwaldes ein neues Bett suchen.

 

Die Donau, als wohl der interessanteste und vermutlich schönste Strom Europas mündet aus den Bächen Brigach und Breg, welche in über 1000 m Meershöhe im Schwarzwald entspringen. In Passau verbinden sich der wasserreichere Inn und die Donau zu einem mächtigen Strom. Trotzdem heißt der Fluss danach Donau.

 

Die Donau blieb bis ins 19. Jh. In seiner Urwüchsigkeit unberührt. Ein Gewirr von Haupt- und Nebenarmen, Totwasser und Inseln prägte seine Beckenlandschaften. Die „erste Donauregulierung“ von 1830 bis 1880 schuf eine einheitliche Schifffahrtsrinne, schnitt die Auwässer weitgehend vom Hauptstrom ab und veränderte damit Wasserhaushalt und Landschaftsbild in den Beckenlandschaften des Donautales ganz wesentlich. Gründe für die Donauregulierungen (Kraftwerke, …) waren Hochwasserschutz und sichere Schifffahrt. Außerdem bewirkte die Eintiefung des Flussbettes ein Sinken des Grundwasserspiegels, was für die Bewirtschaftung der Felder zuerst einmal durchaus positiv war.

 

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