csm_DSC_0066_kl_1e46658256Wer kennt das Haselhuhn? Das Haselhuhn ist ein kleiner Waldvogel, der mit dem Auerhuhn verwandt ist. Doch anders als sein großer Verwandter ist das scheue Haselhuhn nur wenigen Menschen bekannt. Der Vogel fühlt sich in strukturreichen, lichten Laub- und Mischwäldern mit viel Deckung wohl. Solche Wälder sind vielerorts aber nicht mehr häufig. Häufig überwiegen dicht geschlossene Wälder. Dies ist einer der Gründe, warum es das Haselhuhn nur noch zwei großen Regionen Bayerns gibt. Eine davon ist der Bayerische Wald. Im Landkreis Passau ist das Haselhuhn vor allem im Wegscheider Land noch nicht selten. Aber auch hier werden immer weniger Tiere beobachtet, so Alois Hoheneder und Stephan Süß vom Bayerischen Jagdverband (Kreisgruppe Wegscheid). Diese Besorgnis erregende Tatsache nahmen sich Bereichsleiter Johann Gaisbauer (Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten) und Alois Rosenberger (Bayerischer Jagdverband, Kreisgruppe Wegscheid) zu Herzen. Unter ihrer Leitung fand im Januar ein erstes „Haselhuhn-Treffen“ im Haus am Strom statt. Zunächst stellte Michael Held vom Forstbetrieb Neureichenau die Ergebnisse der Haselhuhn-Untersuchungen im inneren Bayerischen Wald vor. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmer des neu gegründeten Arbeitskreises „Haselhuhn“ Möglichkeiten, die Situation des Vogels im Wegscheider Bereich zu optimieren. Dabei waren sich alle einig, dass man unbedingt etwas für das Haselhuhn tun muss – und nicht nur dem Haselhuhn kommen die Bemühungen zu Gute. Auch andere Tiere profitieren, so Eric Imm, Geschäftsführer der Wildland Stiftung Bayern. Johann Gaisbauer und Alois Rosenberger setzen dabei auf eine intensive Zusammenarbeit mit Jägern und Waldbesitzern. In einem ersten Schritt sollen zunächst Beobachtungen aus der Jägerschaft gesammelt werden. Im Weiteren sollen Lebensräume und Vögel durch einen Biologen erfasst und ausgewertet werden. Abschließend wollen wir in Kooperation mit interessierten Waldbesitzern geeignete Maßnahmen zu Aufwertung der Haselhuhn-Lebensräume im Wegscheider Raum umsetzen, so Bereichsleiter Johann Gaisbauer.

 

Foto Arbeitskreis „Haselhuhn“ (v.l.n.r.): Stephan Süß (Jagdverband Wegscheid), Eric Imm (Wildland Stiftung Bayern), Christiane Kotz (Landratsamt Passau), Michael Held (Bayerische Staatsforsten), Alois Hoheneder (Jagdverband Wegscheid), Andreas Sperling (Landratsamt Passau), Alois Rosenberger (Jagdverband Wegscheid), Johann Gaisbauer (Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten), Ralf Braun (Haus am Stom), Sebastian Zoder (Naturschutzgebiet Donauleiten)

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